Musiktherpaie in der Forensik (1 Tages-Workshop)
Dr. Évi Forgó

Die Förderung der Empathiefähigkeit bei jungen Gewaltstraftätern spielt eine zentrale Rolle für die Senkung ihres Rückfallrisikos. Dies geschieht mittels Aufarbeitung biografisch einschneidender Erlebnisse sowie der emotionalen Verknüpfung eigener Opfererfahrungen. Die multisensorische Herangehensweise in der Musiktherapie bildet kombiniert mit dem Explorieren und Stabilisieren von motorischer Koordination und körperlichem Gleichgewicht eine wirkungsvolle Methode zur (Selbst-)Empathieförderung.
Anhand von Ausschnitten aus der Musiktherapie und musikalischen Improvisationen junger Intensivtäter werden Entstehungsbedingungen von deviantem Verhalten, Erklärungsansätze für Delinquenz und Methoden gezielter Empathieförderung erläutert und Behandlungsmethoden gezeigt. Aus der Psychotherapie im Zwangskontext werden anhand von Fallgeschichten u.a. Einstieg in die deliktorientierte Therapie, Besonderheiten bei der Therapie adoleszenter Straftäter, Bearbeitung deliktrelevanter Fantasien und Risikomanagement vorgestellt.