Umgang mit Fehlern - Fehlerkompetenz im forensischen Rahmen (1Tages-Workshop)
Annika Gnoth, Chris Sidler

Die forensische Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsinteressen der Gesellschaft und den Persönlichkeitsrechten der Straftäter ist mit viel Verantwortung verbunden. Aus dieser Verantwortung entstehen Verpflichtungen, die auch aufgrund des Zusammenspiels der forensischen Psychologie und Psychiatrie, des Rechtssystems und der eigenen Betroffenheit nicht immer einfach zu durchschauen oder aufzulösen sind. Nicht zuletzt aufgrund der gesteigerten Sicherheitsbedürfnisse der Gesellschaft und des kritischen medialen Fokus auf die Justiz und die Forensik in den letzten Jahren sind die Anforderungen und Erwartungen an unsere Tätigkeit stark angestiegen. Damit einhergehend ist in unserem Tätigkeitsgebiet zunehmend eine hohe Kompetenz im Umgang mit Verantwortung und insbesondere mit potentiellen Fehlern erforderlich (unabdingbar).

In dem Workshop soll grundlegendes theoretisches Wissen vermittelt werden (Schwerpunkt Psychotherapie und Begutachtungen), insbesondere sollen aber über Praxisbeispiele und Fallarbeit fachliche Anforderungen sowie persönliche Möglichkeiten und Grenzen diskutiert werden. Juristisches und psychologisches Wissen soll zusammengeführt werden, um in einem Praxisdiskurs über den eigenen Umgang mit Fehlern zu reflektieren und die eigene Kompetenz im Umgang mit Fehlern zu erweitern. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Gern können eigene Beispiele im Workshop eingebracht oder den Referenten bereits vorab zur Verfügung gestellt werden (Kontaktaufnahme per E-Mail).