Wenn der Konsum von Pornografie außer Kontrolle gerät - Symptomatologie, Ätiologie und Epidemiologie der Pornografie-Nutzungsstörung

Mit der Einführung des ICD-11 lässt sich die Pornografie-Nutzungsstörung als Form der Störung mit zwanghaften sexuellen sexuellem Verhalten unter dem Kapitel der Impulskontrollstörungen diagnostizieren. Es werden die Kriterien beschrieben und diskutiert, die für die Diagnose erfüllt sein müssen. Anhand von Fallberichten wird das Störungsbild anschaulich vorgestellt und ätiologische Überlegungen für die Störung vorgestellt. Mit ausgewählten Daten wird belegt, dass die Pornografie-Nutzungsstörung mit 3% Prävalenz bei Männern als ernst zu nehmende Erkrankung angesehen werden muss.